PFAFF-EXPO mit 10. Stadt.Umbau.Salon erfolgreich abgeschlossen

Am letzten Dienstag schloss nach zwölf Tagen die PFAFF-EXPO im Fuchsbau ihre Pforten. Zirka 500 Besucher nutzen die Gelegenheit sich anhand der 14 Ausstellungstafeln und des großen PFAFF-MODELLS auszutauschen und dem PFAFF-KONZERT zu lauschen.

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Zur Finissage kamen noch einmal 80 Interessierte aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Stadtgesellschaft unter dem Motto: „Revitalisierung industrieller Orte“ zum 10. Stadt.Umbau.Salon in den Fuchsbau (ehemals Gabis Backstube) zusammen. Als Impulsgeberin konnte Frau Dr.-Ing./ M.A. Heike Oevermann vom Berliner Zentrum für Industriekultur eine Fachexpertin im Umgang mit industriekulturellem Erbe gewonnen werden.

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Sie stellte Erkenntnisse ihrer Forschung zu Umwandlungsprozessen alter Industrieareale in Europa vor und sprach auch darüber wie Konflikte unter Akteuren bei der Transformation mit Hilfe von Vermittelnden Werten gelöst werden können. Das Auditorium diskutierte dies am Beispiel PFAFF ausgiebig, emotional und kontrovers bis spät in den Abend.

 

Hintergrund Vermittelnde Werte

Konflikte bei der Transformation eines alten Industrie-Areals entstehen zwangsläufig dadurch, dass unterschiedliche Akteure auf das Gelände schauen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wie können trotzdem Übereinstimmung und Kooperation zustande kommen? „Vermittelnde Werte“ können die Zusammenarbeit erleichtern. Die unterschiedlichen Akteure können etwa vom Denkmalschutz, der Stadtplanung und der Architekturproduktion kommen. Verschiedene Blickwinkel, verschiedene Meinungen und Interessen, aus denen zwangsläufig Probleme entstehen. Aber es gibt Lösungen, wie Heike Oevermann erläuterte. In Form der vermittelnden Werte. Ihre europaweiten Untersuchungen haben ergeben, dass die Gruppen über die architektonische Qualität, die Gestaltung, die neue Nutzung, das Erscheinungsbild oder die Einzigartigkeit/Eigenart eines Industriekomplexes zu einer Verständigung gekommen sind. Bei Pfaff etwa könnte ein vermittelnder Wert der Stolz auf die Historie des einstigen Weltunternehmens sein. Die Differenzen lassen sich über mehrere gemeinsame Nenner überbrücken, die wiederum zu einer gemeinsamen Verständigung führen. Die Fachfrau stellte allerdings fest: „Ohne Bereitschaft auf beiden Seiten geht gar nichts.“ Der Wille zum Dialog muss da sein, „aberman kann niemanden zwingen“.

(Auszug aus Rheinpfalz vom 14.07.2016)

 

 

 

 

 

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