Vorstellung & Beschluß des PFAFF-Rahmenplans

Am Mittwoch, den 08.02.2017 wurde die PFAFF-Rahmenplanung der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 250 Bürger*innen dokumentierten eindrücklich, dass unsere Forderung – Erst vorstellen & dann beschließen – richtig und wichtig war. Anhand von Folien präsentierte der leitende Planer Sebastian Herrmann ausführlich die Grundzüge der Rahmenplanung.

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An die Präsentation schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Dabei wurden sowohl Anerkennung geäußert als auch verschiedene Positionen ausgetauscht.

Einige zentrale Fragen bleiben jedoch weiter unklar:

Wie geht es nach dem Rahmenplanbeschluss weiter?
Welche Investoren sind für welche Baufelder geeignet?
Wie wird die erarbeitete Qualität ernst genommen und nachhaltig abgesichert?

 

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Nicht nur diese offenen Fragen sondern auch die letzten Äußerungen der PFAFF-Verantwortlichen (OB Weichel, PEG) zeigen, dass es auch nach dem Stadtratsbeschluss des Rahmenplans am Montag, den 20.02.2017 notwenig bleibt, sich konstruktiv und kritisch einzumischen.

Denn leider ist bisher bei den PFAFF-Verantwortlichen, keinerlei Erkenntnisgewinn in Sachen PFAFF-Dialog zu erkennen. Selbst die öffentliche Vorstellung des Rahmenplans vor dem Stadtratsbeschluss mussten wir Ihnen abtrotzen. Auch sind bis heute keinerlei  (der dringend erforderlichen)  Sicherungsmaßnahmen an den erhaltenswerten Gebäuden vorgenommen worden. Das verstärkt den Eindruck, dass die Verantwortlichen die vorhandenen Werte immer noch nicht anerkennen und abwarten bis der öffentliche Sturm sich gelegt hat, um dann wieder den gewohnten Kurs (Plattmachen! Vermarkten!) einzuschlagen.

 

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Insgesamt sind wir mit den unter Schutz gestellten Baudenkmalen und dem Rahmenplan2.0 einen ersten kleinen Schritt (auf dem äußerst mühsamen Weg des offenen Dialogs) vorangekommen. Unser Ziel muss es jedoch bleiben, aus dem abgeschlossenen Industrieareal ein lebendiges Stadtquartier zu entwickeln, welches nicht der allgemeinen reinen Investorenlogik folgt, sondern auch Möglichkeitsraum für Kultur- und Kreativwirtschaft, Baugruppen, Genossenschaften etc. bietet.

Langfristig sollte es uns gemeinsam aber auch darum gehen, eine neue Dialog- und Streitkultur zwischen Stadtpolitik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft zu etablieren, die von allen Akteuren als Gewinn angesehen wird.

Um es uff pälzisch zu sage: Wir sind beim Ala hopp!  angekommen für ein Ala Gut! braucht es noch einen langen Atem.

 

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