Stellungnahme zum PFAFF-Bebauungsplanentwurf

Mitten in der Sommerpause wurde der Entwurf für den „Bebauungsplan Pfaffgelände“ in die frühzeitige Bürgerbeteiligung gegeben.

Dieser Entwurf basiert auf dem eilig aus dem PFAFF-Rahmenplan abgeleiteten Integriertem städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). Ein solches ISEK ist Grundvoraussetzung um Mittel aus der Städtebauförderung (Stadtumbaumittel) in Anspruch zu nehmen.

Wir haben als Initiative uns sowohl das Planwerk als auch die Textlichen Festsetzungen und die Begründung des Bebauungsplanentwurfs genau angesehen. Leider mussten wir feststellen, das dieser Entwurf erhebliche Lücken aufweist und viele Fragen offen bleiben.

Im folgenden haben wir die wesentlichen Anregungen aus unserer zwanzigseitigen Stellungnahme zusammengefasst.

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Planwerk Bebaungsplanentwurf PFAFF-Gelände (Quelle: Stadtverwaltung Kaiserslautern)

 

Zusammenfassung Stellungnahme der Initiave PFAFF erhalten STADT gestalten

Für die frühzeitige Beteiligung nach § 3 Abs.1 BauGB hat die Stadtverwaltung einen ersten PFAFF-Bebauungsplanentwurf vorgelegt, der (zumindest in den textlichen und zeichnerischen Festsetzungen) bereits sehr weitgehend durchgearbeitet ist. In der Begründung allerdings zeigt sich, dass wichtige Themen leider unbeantwortet bzw. lückenhaft geblieben sind.

In unserer ausführlichen Stellungnahme an die Stadtverwaltung haben wir hierzu im Detail ausgeführt, was wir Ihnen hier in einer Zusammenfassung vermitteln wollen

Unser zentraler Kritikpunkt: dem Bebauungsplan  fehlt es – und dies nahm leider schon auf der Ebene der PFAFF-Rahmenplanung von 2016/17 seinen Ausgang  – an einer fundierten planerischen Basis in Form eines aus der gesamtstädtischen Entwicklungsplanung abgeleiteten Konzepts an ermittelten

  1. Nutzungsbedarfen
  2. Nutzungsmöglichkeiten
  3. Nutzungschancen
  4. Nutzungsbindungen

Das stattdessen erneut bemühte in die Jahre (2004/2008) gekommene Bild der „Technopole“ kann dagegen die städtebauliche Vielfalt, die der PFAFF-Rahmenplan angedeutet hat, überhaupt nicht aufnehmen.

So bleibt es nicht aus, dass der Bebauungsplan Pfaffgelände die (von den Rahmenplanern notgedrungen vorgenommene) Beschränkung auf das Wünschbare und Plausible fortsetzt.

Man geht sogar noch einen Schritt weiter zurück auf das rasch und unkompliziert Umsetzbare: muß man doch feststellen, dass die im Rahmenplan erarbeitete feinteilige Nutzungsstruktur zum erheblichen Teil nicht einmal aufgegriffen wurde: die Sondergebiete bleiben undifferenziert, urbane Gebiete werden zu Mischgebieten umfunktioniert, so auf dem Areal der PCP am Rundbau; hier bleibt es bei Minimalvorgaben zur räumlichen Verteilung und zur Nutzungsart: eine große überbaubare Fläche gibt die gestalterischen Vorgaben des Bebauungsplans vollends auf.

Nicht zuletzt fällt die Kultur- und Kreativwirtschaft vollkommen „hinten herunter“.
Dabei hat die „kreative Szene“ aus Kunst, Kultur und Sport das PFAFF-Gelände gerade erst entdeckt:

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Musikparty in der PFAFF-Kantine während der Langen Nacht der Kultur 2017

 

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Internationaler Flair während der Headis-WM in der PFAFF-Kantine 2017

 

Inhaltlich zeigen sich zahlreiche  Defizite:

  • die Sicherung der wichtigen Denkmalsubstanz auf dem Gelände –
  • die (auch im Rahmenplan herausgestellte) erhaltenswerte und städtebaulich wichtige Bausubstanz
  • Festlegungen für die Mobilität im Gebiet und im städtischen Zusammenhang (Fußgänger, Radfahrer, ÖPNV, fließender und ruhender Verkehr) –
  • Eine städtebauliche Freiflächen– und Grünentwicklung –
  • die geschoßweise differenzierbare Festsetzung von Nutzungen zur Entwicklung einer lebendigen „urbanen Nutzungsmischung“ (wie von der Stadtspitze gerne ausgemalt) –
  • Die städtebauliche und planungsrechtliche Aufarbeitung der Altlastenproblematik (sie wird kurzerhand aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit genommen und der nichtöffentlichen Aushandlung zwischen Bauherrn und SGD-Süd überlassen) –

nichts davon wird aufgegriffen und mit den Instrumenten der Bebauungsplanung konkretisiert.

Wir kritisieren überdies, dass die dritte Dimension, also die städtebaulich begründete Höhenentwicklung der Bebauung, die städtebauliche Figur des Gebiets, aus dem Rahmenplan heraus nicht so übernommen wurde, dass künftige Bauvorhaben sich in wichtigen Bereichen tatsächlich daran halten müssen. Statt der Maximalfestsetzungen für Höhe und Geschossigkeit wären an wichtigen Stellen, so zum Beispiel an der „Pfaffachse“ und der „Stadtachse“ verbindliche Höhenfestsetzungen notwendig, damit ähnliche Fehlentwicklungen wie z.B. an der missglückten Stadteingangssituation im Bereich Hilgardring/ Mainzer Straße („Max und Moritz“ vs. eingeschossige Werkstattbebauung) vermieden werden.

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Blick von der Herzog-von-Weimar-Strasse 2017

 

Der Bebauungsplan wird an den entscheidenden Stellen also allgemein genug bleiben, dass vieles nach Investorenvorstellungen möglich sein soll, ohne dass dabei städtebauliche Qualität gesichert wird.

Wir fragen uns: woraus will man die Erwartung nehmen, dass dieser Bebauungsplan die städtebaulichen Aussagen des Rahmenplanes überhaupt umsetzen wird? Oder muß man diesen Plan von vorneherein für irrelevant ansehen, weil er darauf verzichtet, selbstbewusst städtebauliche Ziele zu formulieren und im Dialog mit Nutzern und Investoren durchzusetzen? Kann dies vom Stadtrat so gewollt sein?

Der Umstand, dass die Vermarktungsstrategie und ihr Zusammenhang mit der städtebaulichen Planung an keiner Stelle der bisherigen Bebauungsplanung Erwähnung findet, läßt nichts Gutes befürchten: wird das Vermarktungskonzept darin bestehen, dass man auf Investoren wartet, nach deren Verwertungswünschen man sich dann richtet – weil man keine sachlich fundierten städtebaulichen Vorgaben gemacht hat?

Und muß man dann (wie an anderer Stelle bereits geschehen) damit rechnen, dass der beschlossene Bebauungsplan notfalls geändert wird, um die Investitionsperspektiven der Bauherren zu verbessern?

Einige Negativbeispiele aus der Vergangenheit:

  • Der auch für die Entwicklung des PFAFF-Areals sicherlich bedeutsame Fall war die damalige Änderung des Bebauungsplans für den „PRE-UNI-Park“, bei der im Dreieck Trippstadter Straße/ Brandenburger Straße die vorher politisch in den Vordergrund gestellte High-Tech-Nutzung zugunsten einer für den Bauträger rascheren und lukrativeren Verwertung als Einzelhandelsfläche (Wasgau/ Netto) geopfert wurde. Dass damit eine entscheidende irreversible räumliche Sperre zwischen dem Uni-Quartier und dem PFAFF-Areal errichtet wurde, die den Ansätzen einer Fortführung der Uni-Struktur in das Pfaff-Gelände hinein eigentlichen keinen Ansatz mehr bietet, sei nur am Rande erwähnt.
  • Gleiches zeigte sich bei den Bebauungsplänen „Östlich der Bremer Straße“ und „Haspelstraße – Auf dem Sess – Fliegerstraße – Am Blutacker“. Bei letzterem ist nach dem Erwerb durch den Bauträger so gut wie nichts von der noch in der Begründung herausgestellten Parkstruktur der ehemaligen US-Wohnsiedlung übrig geblieben.

Wir sehen mit zunehmender Sorge, dass diese Konzentration auf die Investorensicht, die die kommunalpolitischen Steuerungsmöglichkeiten für städtebauliche Qualität preisgibt, sich schon jetzt auch im bisherigen Pfaff-Prozeß zeigt: nicht nur in der ungesteuerten baulichen Fehlentwicklung auf dem PCP-Gelände am Rundbau und an der Herzog-von-Weimar-Straße; sie ist auch darin erkennbar, dass die Stadtratsmehrheit nicht bereit war, den Investoren auf dem Pfaff-Gelände die Vorlage ihrer Planungen beim Gestaltungsbeirat verbindlich aufzugeben, geschweige denn das Votum des Gestaltungsbeirats als Handlungsleitlinie für die Genehmigungsplanung vorzugeben. Sie läßt sich zudem an der nach wie vor planlosen Abrisspraxis der PEG ablesen, die ihre von der PFAFF-Rahmenplanung eigentlich überholten „Abrissabschnitte“ weiter verfolgt und dazu noch fälschlicherweise immer wieder behauptet, dass man damit den Vorschlägen der PFAFF-PFAFF-Rahmenplanung für eine gestufte Vorgehensweise entspreche.

Es wäre fatal, wenn der Bebauungsplan dieser Fehlentwicklung weiter Vorschub leisten würde bzw. diese formal festschreibt.

 

Unser Fazit

Ohne ein fundiertes Vermarktungs- und Ansiedlungskonzept, das auf der Basis der PFAFF-PFAFF-Rahmenplanung aufsetzt und die Nutzungsperspektiven durch gesamtstädtisch abgeleitete Bedarfs- und Nachfrageermittlungen absichert, wird die Wirkung der PFAFF-Rahmenplanung verpuffen, der Bebauungsplan für die Umsetzung der Rahmenplanungsziele auf dem Pfaff-Gelände bedeutungslos bleiben.

Mit der Erarbeitung dieses fachlich/ strategischen Hintergrunds kann aber ein entsprechend umgearbeiteter Bebauungsplan seine Wirkung für eine gelungene PFAFF-Entwicklung entfalten. Auf dem bisher eingeschlagenen Weg wird er jedoch, so fürchten wir, nichts bewirken.

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Große Freiflächen direkt an der PFAFF-Achse nach dem Abriß der ersten Hallen

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Mit Technik gutes tun…

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Podiumsdiskussion im Fluxbau, Berlin

Unsere Initiative wurde zu einer Podiumsdiskussion in Berlin eingeladen. Unter dem Titel „Digitalisierung & sozialer Einfluss“ wurde der Frage nachgegangen, in wie weit neue Technologien soziales Engagement ermöglichen und einen gesellschaftlichen Mehrwert erzeugen. Etwa 100 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, bei der Stefan Höffken unsere Initiative vertrat und aus der Praxis über die Anwendung und die Möglichkeiten des von uns genutzten Tools OpenPetition berichtete. Weitere Gäste waren der Bürgerjournalist Max Bryan, Steph Frost von Vostel und Konrad Traupe von OpenPetition. Die Moderation hatte Leon Reiner vom Impact Hub inne.

Danke an Leetchi für die Einladung und den gelungenen Abend, auf dem deutlich wurde wie viel Potential Technik bietet, Menschen zusammenzubringen und sich zu vernetzten – und wie wichtig trotz der vielen technischen Möglichkeiten die Menschen dahinter sind, die  für Ihre Ideen Einsatz zeigen und sich gegenseitig unterstützen. Von daher nochmals vielen Dank an alle Petenten und Petentinnen.

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Vorstellung & Beschluß des PFAFF-Rahmenplans

Am Mittwoch, den 08.02.2017 wurde die PFAFF-Rahmenplanung der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 250 Bürger*innen dokumentierten eindrücklich, dass unsere Forderung – Erst vorstellen & dann beschließen – richtig und wichtig war. Anhand von Folien präsentierte der leitende Planer Sebastian Herrmann ausführlich die Grundzüge der Rahmenplanung.

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An die Präsentation schloß sich eine lebhafte Diskussion an. Dabei wurden sowohl Anerkennung geäußert als auch verschiedene Positionen ausgetauscht.

Einige zentrale Fragen bleiben jedoch weiter unklar:

Wie geht es nach dem Rahmenplanbeschluss weiter?
Welche Investoren sind für welche Baufelder geeignet?
Wie wird die erarbeitete Qualität ernst genommen und nachhaltig abgesichert?

 

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Nicht nur diese offenen Fragen sondern auch die letzten Äußerungen der PFAFF-Verantwortlichen (OB Weichel, PEG) zeigen, dass es auch nach dem Stadtratsbeschluss des Rahmenplans am Montag, den 20.02.2017 notwenig bleibt, sich konstruktiv und kritisch einzumischen.

Denn leider ist bisher bei den PFAFF-Verantwortlichen, keinerlei Erkenntnisgewinn in Sachen PFAFF-Dialog zu erkennen. Selbst die öffentliche Vorstellung des Rahmenplans vor dem Stadtratsbeschluss mussten wir Ihnen abtrotzen. Auch sind bis heute keinerlei  (der dringend erforderlichen)  Sicherungsmaßnahmen an den erhaltenswerten Gebäuden vorgenommen worden. Das verstärkt den Eindruck, dass die Verantwortlichen die vorhandenen Werte immer noch nicht anerkennen und abwarten bis der öffentliche Sturm sich gelegt hat, um dann wieder den gewohnten Kurs (Plattmachen! Vermarkten!) einzuschlagen.

 

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Insgesamt sind wir mit den unter Schutz gestellten Baudenkmalen und dem Rahmenplan2.0 einen ersten kleinen Schritt (auf dem äußerst mühsamen Weg des offenen Dialogs) vorangekommen. Unser Ziel muss es jedoch bleiben, aus dem abgeschlossenen Industrieareal ein lebendiges Stadtquartier zu entwickeln, welches nicht der allgemeinen reinen Investorenlogik folgt, sondern auch Möglichkeitsraum für Kultur- und Kreativwirtschaft, Baugruppen, Genossenschaften etc. bietet.

Langfristig sollte es uns gemeinsam aber auch darum gehen, eine neue Dialog- und Streitkultur zwischen Stadtpolitik, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft zu etablieren, die von allen Akteuren als Gewinn angesehen wird.

Um es uff pälzisch zu sage: Wir sind beim Ala hopp!  angekommen für ein Ala Gut! braucht es noch einen langen Atem.

 

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PFAFF-Rahmenplan Vorstellung & Diskussion

Durch unseren Hinweis und dem beherzten Einspruch einiger Stadträte ist es Gelungen, die geplante Beschlussfassung des PFAFF-Rahmenplans vom 06.02.2017 auf den 20.02.2017 zu verschieben.

Daher  ist es wichtig, dass Sie am kommenden Mittwoch, den 08.02.2017 um 18.00 Uhr in die Fruchthalle Kaiserslautern kommen. Dort wird der PFAFF-Rahmenplan durch die beauftragte Planungsgemeinschaft Astoc/mess öffentlich zur Diskussion gestellt. Damit besteht für alle Interessierten die Möglichkeit inhaltlichen Einfluss zu nehmen und eigene Akzente zu setzten.

Also auf geht’s mitmachen lohnt sich!

 

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Rahmenplanentwurf Stadt KL 2014 – Modell Rahmenplanvorentwurf Büro Astoc/mess 2016

 

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Rahmenplanentwurf und Modell 1. Überarbeitung Büro Astoc/mess 2017

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Jahresrückblick 2016 und Ausblick 2017

Liebe PFAFFerhalter und STADTgestalter,
seit unserem Petitionsaufruf genau vor einem Jahr, liegt ein sehr ereignisreiches Jahr 2016 hinter uns. Nachfolgend wollen wir die Gelegenheit nutzen Sie/Euch über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren.

 

PFAFF-Online-Petition ist Forschungsgegenstand
Dank Ihrer aktiven Mithilfe war unsere Petition PFAFF erhalten – STADT gestalten nicht nur in der Sache selbst erfolgreich, sondern wurde als Fallstudie im Forschungsfeld Smart Cities – Webbasierte Medien in der Stadtentwicklung des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geworden.

http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/FP/ExWoSt/Studien/2015/SmartCities/Webbasierte-Medien/01_Start.html?nn=1201440&notFirst=true&docId=1430966

Grund hierfür ist u.a. auch die überaus positive Rücklaufquote von 95% aus der Kommunalpolitik. Nach einem ausführlichen Experteninterview sind wir sehr auf die Ergebnisse gespannt.

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Überwältigende Resonanz auf die PFAFF-Petition – PFAFF-DNA erhaltenswerter Bausubstanz

 

PFAFF-Bürgerdialog
Nach unserer PFAFF.WERK.STADT 1.0 im Januar 2016 beauftragten die PFAFF-Verantwortlichen (Stadtverwaltung/Stadtrat/PEG) das Institut für partizipatives Gestalten aus Oldenburg einen Bürgerdialog zu organisieren. Als Kulturinitiative beteiligten wir uns aktiv an den Veranstaltungen http://pfaff-erhalten.de/2016/06/12/initiative-als-motor-des-buergerdialogs/ – am Ende forderten wir einen Kriterienkatalog für die weitere Rahmenplanung ein, welcher inzwischen auch veröffentlicht ist https://www.kaiserslautern.de/buerger_rathaus_politik/stadtprojekte_und_initiativen/pfaff/bibliothek/index.html.de
Für die PFAFF-Verantwortlichen ist der Dialog damit offiziell abgeschlossen – für uns natürlich nicht. Wir werden uns auch im neuen Jahr dafür einsetzen, dass alle Entscheidungen erst nach umfänglichen Beteiligungen erfolgen können.

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PFAFF-Dialog Finale Präsentation und Diskussion in der Fruchthalle

 

PFAFF-Rahmenplanung
Eine unserer zentralen Forderungen nach einer qualifizierten Rahmenplanung durch externe Fachexperten haben wir durchsetzen können. Anfang September beauftragte die Stadtverwaltung die renommierte Planungsgemeinschaft ASTOC/MESS damit, den vorliegende Rahmenplan grundsätzlich neu zu konzipieren
http://www.astoc.de/index.php?lan=&s=0
http://m-e-s-s.de/
Von Anfang setzen dabei die Planer auf umfangreiche Gespräche mit allen Akteuren und zeigen damit eine neue Planungskultur für Kaiserslautern auf. Die Ergebnisse sollen Februar/März der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

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Akteursgespräche und erster Entwurf des neuen Rahmenplans im Modell Astoc/Mess

 

PFAFF-EXPO und PFAFF-Modell
Um die PFAFF-Entwicklung einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich und verständlich zu machen, luden wir im Spätsommer in einem Ladenleerstandslokal zu einer umfangreichen PFAFF-EXPO ein. http://pfaff-erhalten.de/2016/07/16/pfaff-expo-mit-10-stadt-umbau-salon-erfolgreich-abgeschlossen/ – Neben einem großen Holzmodell des PFAFF-Areals konnten die ca. 500 Besucher auch eigene Ideen für einen Bürgerpark auf dem Pfaffgelände einbringen.

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PFAFF-Expo 15 Staffeleien und ein großes Holzmodell im Fuchsbau

 

PFAFF-Denkmale
Die Hartnäckigkeit in puncto Denkmalschutz hat sich bezahlt gemacht. Nach langen Diskussionen bestätigte der Stadtrat Anfang Dezember die von der Landeskonservatorin Frau Dr. Kaiser geforderte Schutzstellung für die Pförtnerloge und das Neue Verwaltungsgebäude http://gdke-rlp.de/index.php?id=19109 . Dies ist unserer Auffassung nach jedoch nur ein erster Schritt auf dem Weg die PFAFF-DNA entlang der PFAFF-Achse als Denkmalzone auszuweisen.

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Pfaff-Ansichten um 1960 (Stadtarchiv Kaiserslautern)

 

PFAFF-Ballons
Anfang November feierten die PFAFF-Verantwortlichen den ersten Spatenstich mit Innenminister Lewentz – wir feierten mit und ließen 154 rote PFAFF-Ballons mit verschiedenen PFAFF-Botschaften in den Lauterer Himmel steigen.
http://pfaff-erhalten.de/2016/11/06/154-pfaff-ballons-mit-acht-botschaften-gegen-den-voreiligen-abriss/
Ziel war es ein Zeichen gegen den voreiligen Abriß zu setzen. Motto: Kein Abriß ohne Planung!

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PFAFF-Ballons als Mahnung zum Spatenstich

 

Nach den Erfolgen des letzten Jahres, gilt es weiter dran zu bleiben und den größten Möglichkeitsraum der Region Chance zu begreifen und aktiv zu nutzen! So planen wir im kommenden Jahr 2017 u.a. eine neue PFAFF.WERK.STADT 2.0 zur aktiven Investorensuche für das PFAFF-Areal.

Phantasie und Wille versetzt Berge und bringt neue Lösungen. Für eine gemeinsame Zukunft auf dem PFAFF-Areal!

Mit freundlichen Grüßen
Für die Initiative PFAFF erhalten – STADT gestalten

Johannes Neuhaus / Thomas Fischer / Dieter Burghaus / Jörg Heieck / Peter Spitzley

 

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154 PFAFF-Ballons mit acht Botschaften gegen den voreiligen Abriß

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Anläßlich des ersten Spatenstichs zur Revitalisierung des PFAFF-Areals, erwarteten wir am Freitag, den 04.11.2016 gemeinsam mit „Aktiven Bürgern für PFAFF“) alle geladenen Gäste mit einem rotem Transparent nebst der Aufschrift „Kein voreiliger Abriss!“.

Voreilig heißt für uns, dass Gebäude erst dann zurückgebaut werden sollten, wenn klar ist, wie die freiwerdenden Flächen nachgenutzt werden. Aufschluss darüber erhoffen wir uns von der z. Zt. erarbeiteten städtebaulichen Rahmenplanung.

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Ein solcher Abriß auf Vorrat sendet unserer Auffassung nach das falsche Signal. Demgegenüber ließen wir 154 rote Luftballons mit folgenden acht PFAFF-BOTSCHAFTEN in die Luft steigen:

01 Transparentes Verfahren!
PFAFF geht uns alle an! Die Entwicklung auf dem PFAFF-Areal darf nicht allein Politik und Investoren überlassen bleiben. Die Bürgerschaft muss sich aktiv einbringen können, der Dialog mit den Bürgern muss weiter laufen, ein Anwohnerbeirat genügt nicht! Alle Unterlagen und Gutachten (z.B. Boden und Grundwasser) müssen öffentlich zugänglich gemacht werden (Transparenzgesetz RLP).

02 Qualifizierte Planung!
Die beauftragten Planungsbüros ASTOC/MESS stehen für hohe Qualität und Professionalität in der Stadtplanung. Wir erwarten, dass die Ergebnisse des Bürgerdialogs (Kriterienkatalog) in den Rahmenplan integriert werden. Dieser Plan darf nicht in den Schubladen von Verwaltung und PEG verschwinden! Er muss durch den Stadtrat verbindlich als Basis für die weiteren städtebaulichen Strategien beschlossen werden. Städtebauliche Wettbewerbe von Planern und Investoren müssen folgen, deren Ergebnisse dann in formellen Bebauungsplänen

03 Sicherung & Erhalt wertvoller Bausubstanz!
Die umgehende Sicherung vor allem der denkmalgeschützten Gebäude (Pförtnerloge mit den Flügelbauten, Seebergerbau) vor Diebstahl und weiterem baulichen Verfall steht immer noch aus. Wann macht die PEG endlich eine umfassende Bestandsaufnahme des vorhandenen Gebäudebestandes, um die nötigen Sicherungs-und Erhaltungsmaßnahmen einschätzen zu können?

04 Kein voreiliger Abriß ohne Plan!
Das alte Denkschema der Verantwortlichen „Abriß-PlanierenV-erwerten“ muß ein Ende haben. Abriss und Rückbau sind erst dann sinnvoll, wenn in einer solider Entwicklungsstrategie Schritt für Schritt Konzepte entwickelt werden, diese „graue Energie“ durch neue Strukturen abzulösen. Eine bedarfsgerechte Nachnutzung und hohe gestalterische Qualität sind unabdingbar. Die überragende Fachkompetenz des Gestaltungsbeirates muß genutzt werden!

05 Schaffung eines urbanen Quartiers!
Pfaff bietet die einmalige Chance, die bisher isolierten Stadträume der westlichen Innenstadt durch die Öffnung und Revitalisierung des PFAFF-Areals zu einem neuen urbanen Stadtteil zu entwickeln. Vorhaben für Baugruppen bzw. bezahlbaren Wohnraum müssen gleichwertig mit den klassischen Investorenprojekten gefördert werden. Die PEG muß Baugenossenschaften und die BauAG schon jetzt als Akteure einbinden!

06 PFAFF-DNA sichern!
Der Rahmenplan von ASTOC/MESS zeigt, dass neben den Baudenkmalen Seebergerbau und Pförtnerloge mit den Seitenflügeln weitere Gebäude als prägende Zeugnisse der industriellen Kulturgeschichte wie als städtebauliches Grundgerüst erhalten werden sollten. Dieser wichtige Planungsansatz darf nicht verloren gehen – die PFAFF-DNA ist es wert, als Denkmalzone ausgewiesen zu werden!

07 Öffentliche Freiräume & Wege schaffen!
Im Gegensatz zur hochverdichteten Innenstadt bietet das PFAFF-Areal die Möglichkeit, in Form eines „PFAFF-Parks“ auszuweisen,denn der Bedarf an öffentlichem Grün in der Kernstadt ist enorm und der Stadtpark hat längst seine Belastungsgrenze erreicht. Neben dem Zugewinn an öffentlich nutzbarer Freifläche wird damit auch das Stadtklima nachhaltig verbessert. Die Verbindungsachsen in die umliegenden Quartiere müssen hochwertig geplant und entwickelt werden! Die Vorschläge der Rahmenplaner von ASTOC/MESS weisen den richtigen Weg.

08 Kultur – und Kreativwirtschaft integrieren!
Neben Gewerbe, Wohnen, Gesundheit und Technologie muss die Kultur – und Kreativwirtschaft zu einem festen Bestandteil im neuen „Gründerzeit“-Quartier PFAFF werden. Kein weiterer  städtischer Kulturbetrieb ist gefragt, sondern eine Vielfalt aus Ateliers, Werkstätten, Studios und Veranstaltungsräumen, die von Kreativen, Künstlern, Handwerkern zwischengenutzt oder an sie vermietet, verpachtet bzw. verkauft werden.

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11. Stadt.Umbau.Salon – Zivilgesellschaft als Investoren für eine nachhaltige Stadtentwicklung

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Nach der überaus erfreulichen Resonanz auf unseren Jubiläumssalon vor der Sommerpause gehen wir am Dienstag, den 08.11.2016 um 19.00 Uhr mit dem 11. Stadt.Umbau.Salon in die zweite Dekade!

Als Fachexperten konnte Herr Rolf Novy-Huy von der Stiftung trias (Gemeinnützige Stiftung für Boden, Ökologie und Wohnen) gewonnen werden. in einem offenen Diskurs geht er der Frage nach, ob und wie zivilgesellschaftliche Akteure als nachhaltige Investoren der Stadtentwicklung auftreten und wirken können. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Investorensuche für das PFAFF-Areal kann diese Form des Engagements, ein wichtiger Beitrag gegenüber der sonst üblichen Bodenspekulation sein.

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Der Veranstaltungsort befindet sich im Ladenleerstandslokal Eisenbahnstrasse 35 (vis avis ehemaliges C&A) in der Lauterer Innenstadt.

Wir freuen uns auf einen anregenden Abend mit Euch an einem spannenden Ort.

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PFAFF-EXPO mit 10. Stadt.Umbau.Salon erfolgreich abgeschlossen

Am letzten Dienstag schloss nach zwölf Tagen die PFAFF-EXPO im Fuchsbau ihre Pforten. Zirka 500 Besucher nutzen die Gelegenheit sich anhand der 14 Ausstellungstafeln und des großen PFAFF-MODELLS auszutauschen und dem PFAFF-KONZERT zu lauschen.

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Zur Finissage kamen noch einmal 80 Interessierte aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Stadtgesellschaft unter dem Motto: „Revitalisierung industrieller Orte“ zum 10. Stadt.Umbau.Salon in den Fuchsbau (ehemals Gabis Backstube) zusammen. Als Impulsgeberin konnte Frau Dr.-Ing./ M.A. Heike Oevermann vom Berliner Zentrum für Industriekultur eine Fachexpertin im Umgang mit industriekulturellem Erbe gewonnen werden.

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Sie stellte Erkenntnisse ihrer Forschung zu Umwandlungsprozessen alter Industrieareale in Europa vor und sprach auch darüber wie Konflikte unter Akteuren bei der Transformation mit Hilfe von Vermittelnden Werten gelöst werden können. Das Auditorium diskutierte dies am Beispiel PFAFF ausgiebig, emotional und kontrovers bis spät in den Abend.

 

Hintergrund Vermittelnde Werte

Konflikte bei der Transformation eines alten Industrie-Areals entstehen zwangsläufig dadurch, dass unterschiedliche Akteure auf das Gelände schauen und unterschiedliche Schwerpunkte setzen. Wie können trotzdem Übereinstimmung und Kooperation zustande kommen? „Vermittelnde Werte“ können die Zusammenarbeit erleichtern. Die unterschiedlichen Akteure können etwa vom Denkmalschutz, der Stadtplanung und der Architekturproduktion kommen. Verschiedene Blickwinkel, verschiedene Meinungen und Interessen, aus denen zwangsläufig Probleme entstehen. Aber es gibt Lösungen, wie Heike Oevermann erläuterte. In Form der vermittelnden Werte. Ihre europaweiten Untersuchungen haben ergeben, dass die Gruppen über die architektonische Qualität, die Gestaltung, die neue Nutzung, das Erscheinungsbild oder die Einzigartigkeit/Eigenart eines Industriekomplexes zu einer Verständigung gekommen sind. Bei Pfaff etwa könnte ein vermittelnder Wert der Stolz auf die Historie des einstigen Weltunternehmens sein. Die Differenzen lassen sich über mehrere gemeinsame Nenner überbrücken, die wiederum zu einer gemeinsamen Verständigung führen. Die Fachfrau stellte allerdings fest: „Ohne Bereitschaft auf beiden Seiten geht gar nichts.“ Der Wille zum Dialog muss da sein, „aberman kann niemanden zwingen“.

(Auszug aus Rheinpfalz vom 14.07.2016)

 

 

 

 

 

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PFAFF-EXPO im Fuchsbau eröffnet

160629_PFAFF-EXPO_Bilder_Vernissage_0002Am Donnerstag, den 30.06.2016 konnten wir im Fuchsbau (ehemalige Gabis-Backstube) in der Eisenbahnstrasse unsere erste PFAFF-EXPO eröffnen. Vor ca. 70 Gästen enthüllten wir dabei ein PFAFF-MODELL im Maßstab 1:500 – welches so gefertigt wurde, dass es das im Rathausfoyer befindliche Stadtmodell passgenau ergänzt. Wir hoffen damit einen weiteren kleinen Beitrag zur besseren dreidimensionalen Vermittlung der räumlichen Möglichkeiten zu leisten.
Zusätzlich haben wir auch die Ergebnisse des Europan12 Wettbewerbs zusammengestellt. Dieser europäische Wettbewerb für junge Architekten und Planer beschäftigte mit der Revitalisierung des PFAFF-Areals.
Unter dem Motto PFAFF-PARK sind alle Austellungsbesucher aufgefordert, eigene Ideen zur Realisierung einer öffentlichen Grünfläche auf dem Pfaffgelände einzubringen.

Die PFAFF-EXPO ist Werktags von 15.-19.00 Uhr und Samstags von 10.-15.00 Uhr geöffnet.

Am Dienstag, den 05.07.2016 gibt es ab 20.00 Uhr ein besonderes Überrraschungskonzert des Kultur.Kollektiv Kaiserslautern zu erleben.

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Zum Abschluss (Finissage) laden wir am Dienstag, den 12.07.2016 um 19.00 Uhr zusammen mit dem Fachgebiet Stadtumbau+Ortserneuerung der TU Kaiserslautern zu einem Stadt.Umbau.Salon ein. Thema Revitalisierung von Industriekultur. Als Referentin konnte die renomierte Fachexpertin Frau Dr. Heike Oevermann von der Humboldt-Universität Berlin gewonnen werden.

Wir hoffen auf anregende Begegnungen und Gespräche. In der Ausstellung sind auch unser Faltblatt und Buttons in drei Motiven erhältlich.

 

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Initiative als Motor des Bürgerdialogs in der PFAFF-Kantine

Nach der Auftaktveranstaltung am 16.04.2016 in der Burgherrenhalle waren alle Bürger eingeladen sich im Rahmen eines sogenannten Werkraumes  aktiv in den PFAFF-Dialog einzubringen. Auch wenn durch die Witterung ein recht feuchtes Raumklima herrschte zeigte sich, dass die ehemalige PFAFF-Kantine alles andere als baufällig ist und sich als reizvoller Veranstaltungsort eignet.

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Wir stellten uns der offenen Diskussion und waren an allen Arbeitstischen vertreten. Leider entsprach die Moderation durch Frau Sonja Hörster vom Institut für partizipatives Gestalten (IPG) nicht unseren Erwartungen. Statt aktiver Prozeßsteuerung beschränkte sich die Moderatorin auf das sehr passive Bereitsstellen von Plangrundlagen und Zeichenmaterialien. Jegliche Erläuterungen und Impulse an den Tischen selbst blieb aus. Nur die Besetzung an den Tischen mit Fachleuten unserer Initiative sowie der Hochschule Kaiserslautern sicherte ein konstruktives Arbeiten.

Unter diesen Umständen ohne konkrete Vorgaben und diskussionsfähige Alternativen mussten die Ergebnisse auf allgemeiner schlagwortartiger Ebene und lückenhaft bleiben („Wunschkatalog“).

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Zielführend wären neue Informationen aus der aktuellen planerischen Arbeit, den Diskussionen im Gestaltungsbeirat oder zum Thema Umgang mit dem Denkmalstatus wertvoll gewesen.  Ebenso werden die Ergebnisse des Europan12 Wettbewerbs weiterhin ignoriert und nicht in den Dialogprozeß eingespeist. Somit gab es gegenüber der ersten PFAFF.WERK.STADT vom 21.01.2016 kaum neue Erkenntnisse.

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Insgesamt kann der PFAFF-Bürgerdialog  keine seriöse fachliche Planungsarbeit ersetzen, wie sie für ein derartiges Großprojekt unabdingbar ist. Insofern ist es unserer Auffassung nach sehr wichtig, dass die Überarbeitung des PFAFF-Rahmenplans durch ein externes Planungsbüro geeschickt mit dem Bürgerdialog verschränkt wird.
In diesem Zusammenhang ist die von PEG-Geschäftsführer Kremer angekündigte zeitliche Streckung über den Sommer 2016 hinaus sehr psoitiv zu bewerten. Denn sie nimmt den unnötigen Zeitdruck und ermöglicht so ein ruhiges seriöses Arbeiten z.B. durch die Einbeziehung von Gebäude- bzw. Umweltgutachten. Auch die begonnenen öffentlichen PFAFF-Begehungen können so weiter ausgebaut und verstetigt werden. Allerdings sollte dabei die einseitige Betonung von Abrißnotwendigkeiten durch die PEG unterbleiben. Denn sie hinterläßt auch bei neutralen Beoabachtern doch Zweifel daran, dass ein Umdenken weg von dem bisherigen Dreiklang „Abreißen, Planieren, Veräußern“ stattfindet.

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